29.06.2018

von akz-o B° RB

Effizientere Heizung

Jetzt mit der Planung einer neuen Heizung beginnen

Heizungsanlage

Erhebungen der Energieberatung der Verbraucherzentrale ergaben, dass der Austausch eines alten Heizkessels gegen einen zeitgemäßen den Brennstoffverbrauch durchschnittlich um 15 Prozent reduziert. Weitere 15 Prozent Einsparpotenzial sind beim Einbau eines neuen Heizkessels durch die Optimierung der gesamten Anlage möglich.

Tipps zur Optimierung der Heizung

Mit dem hydraulischen Abgleich passt der Fachmann den Wasserdurchfluss in den Heizkörpern an. Der Einbau von Hocheffizienzpumpen verringert den Energieverbrauch. Werden alte Umwälzpumpen ersetzt, reduziert das den Stromverbrauch um bis zu 80 Prozent. Der Fachmann sollte auch die Regelungseinstellungen optimieren. Eine Heizung, die auf die persönlichen Bedürfnisse eingestellt ist, z. B. nachts die Temperatur absenkt, verbraucht deutlich weniger Energie als eine, die mit Werkseinstellungen läuft. Eine vollständige und ausreichend dicke Dämmung der Rohre und Armaturen erhöht die Effizienz. Es gibt Anlagen, bei denen der Wärmeverlust die Hälfte des eingesetzten Brennstoffs ausmacht. Das konkrete Einsparpotenzial eines Haushaltes kann nur individuell eingeschätzt werden. Unterstützung finden Verbraucher bei der Energieberatung.

Tätig sollten vor allem die Verbraucher werden, die sehr hohe Temperaturen im Heizraum haben. Oft sind die fehlende Dämmung oder zu hohe Systemtemperaturen die Auslöser. Auch zu hohe oder zu niedrige Temperaturen in Wohnräumen, legen einen Optimierungsbedarf nahe. Viele Anlagen, die noch kein Label tragen, sind ebenfalls ineffizient. Die meisten nachträglich klassifizierten Geräte erhalten Klasse C oder schlechter. Heizkessel lassen sich mit einer Solarkollektoranlage ergänzen, so dass Brennstoffe eingespart werden. Heizkosten von mehr als 12 Euro pro m² Wohnfläche legen eine Beratung nahe. Auch zu Alternativen wie Pellet-Heizungen, Wärmepumpen oder Blockheizkraftwerke können Sie sich beraten lassen.

Förderung für effiziente Heizungsanlagen

Die KfW Bankengruppe und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördern Investitionen in effiziente Heiztechnik und erneuerbare Energien. Sowohl neue Heizungen wie auch die Optimierung bestehender Anlagen werden begünstigt. Die Art der Unterstützung variiert zwischen Zuschüssen und verbilligten Darlehen mit Tilgungszuschuss. Die Energieberater der Verbraucherzentrale helfen kompetent und anbieterneutral die besten Förderungen sowie die passende Heizungsanlage zu finden. Auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder kostenfrei unter 0800/809 802 400 gibt es hierzu Informationen.

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