Radtouren in Hof zwischen Fichtelgebirge und Frankenwald

Radtouren in Hof zwischen Fichtelgebirge und Frankenwald

"Durch Bayerns steinreiche Ecke"

Die Stadt Hof ist Ausgangs- und Endpunkt eines neues Radweges. Unter dem Titel "Durch Bayerns steinreiche Ecke" geht es auf 203 Kilometern entlang der Saale, quer durch den Frankenwald, hoch auf das Fichtelgebirge und durch das bayerische Vogtland.

Die Route ist eine von sechs, die durch das Forum Zukunft Oberfranken unter dem Schlagwort "Aktivregion Oberfranken“ initiiert wurden. Die Strecken sind überwiegend familiengerecht konzipiert, können aber auch unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden.

Saale-Randwanderweg

Die Streckenführung wendet sich an Kurzurlauber, die sich vier oder fünf Tage Zeit nehmen wollen. Einzelne Etappen sind aber ebenfalls reizvoll und können mit anderen Radwegen kombiniert werden. In einem Prospekt, der in der Touristinformation Hof zu haben ist, wird die Strecke ausführlich beschrieben. Darin finden sich touristische Hinweise und Besichtigungstips. Vor allem wird Wert auf die geologischen Sehenswürdigkeiten gelegt.

Aber auch radlerspezifische Informationen wie ein Höhenprofil sind dabei. Durch diese genauen Angaben kann man seine Etappen hervorragend auf das eigene Leistungsvermögen abstimmen. Der Name der Route kommt daher, dass auf der Strecke rund 40 Prozent der überhaupt auf der Welt vorkommenden Gesteinsarten anzutreffen sind. Einige interessante geologische Phänomene können auf der Tour besichtigt werden.


Von Hof fährt man zunächst auf dem Saale-Radwanderweg, bis Blechschmidtenhammer, über Bad Steben, die Ködeltalsperre, Steinwiesen, Wallenfells und Presseck zur Steinachklamm. Marktleugast, Marienweiher und Stammbach sind die nächsten Stationen. Durch das Perlenbachtal weiter nach Marktschorgast und dann durch eine intensiv genutztes Steinbruchgelände nach Bad Berneck.

Auf der ehemaligen Bahnstrecke am Weißen Main entlang führt der Weg nach Bischofsgrün. Über Gefrees kommt man nach Zell und damit wieder zum Saale-Radwanderweg, auf dem man bis Schwarzenbach an der Saale fährt. In einem Bogen über Rehau und Nentschau gelangt der Radler bis zu tschechischen Grenze und von dort wieder zurück nach Hof.


Der Saale-Radwanderweg


Die Saale, einer der bedeutendsten Nebenflüsse der Elbe, entspringt wie Naab, Eger und Main, im Fichtelgebirge, genau genommen in 707 Meter Höhe am Nordwesthang des Großen Waldsteins.

Nach ungefähr 427 Kilometer langem Lauf ergießt sich der Fluß vor den Toren Magdeburgs bei der kleinen Stadt Barby in die Elbe. Auf seinem Weg fließt der Fluß durch dunkle Wälder, enge Schluchten und malerische Stauseen. Als erste bedeutsame Stadt liegt Hof an seinen Ufern. Alte thüringische Städte wie Saalfeld und Rudolstadt folgen.

Das Schönste, was der Fluß zu bieten hat, sind die Burgen an seinem Lauf. Von der Quelle bis zur Mündung stehen sie zu beiden Seiten der Saale in dichter Folge, wie kaum an einem anderen deutschen Fluß. Sie entstanden in der Mehrzahl um die Jahrtausendwende als die Saale, der Grenzfluß zum slawischen Königreich, mit vielen Grenzfesten gesichert wurde. Einige sind nur noch an spärlichen Erdwällen zu erahnen, manche gingen in prachtvollen Schlössern auf, andere sind zu romantischen Ruinen verfallen.

Der Ausbauzustand des Saale-Radwanderweges hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert, trotzdem ist er einer der anspruchsvollsten Fluß-Radwege Deutschlands. In seinem Oberlauf ist er durch viele Anstiege gekennzeichnet, vor allem im Bereich der Saaletalsperren, wo ein wassernahes Radeln nicht möglich ist. In seinem jetzigen Ausbauzustand ist der Saale Radwanderweg auf vielen Abschnitten noch naturnah. Deshalb ist ein Fahrrad mit dicker Bereifung zu empfehlen. Von der Benutzung eines Fahrrades mit schmalen Hochdruckreifen ist abzuraten.

Weitere Informationen gibt es in einem Faltblatt, das in der Touristinformation Hof zu haben ist.

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