21.03.2017

von B° RB

Ein Amerikaner in Paris

Hofer Symphoniker: 7. Symphoniekonzert – "Ein Amerikaner in Paris"

Fauré Quartett

Ein Amerikaner in Paris, so lautet der Titel des 7. Symphoniekonzerts der Hofer Symphoniker am Freitag, 24. März 2017, 19:30 Uhr im Festsaal der Freiheitshalle Hof. Die Leitung hat der ehemalige Erste Gastdirigent der Hofer Symphoniker und jetzige Intendant des Theaters Nordhausen, Daniel Klajner. Es erklingen Werke von Gershwin, Tansman, Bernstein und Ravel.

Fakten
Freitag, 24. März 2017, 19:30 Uhr, Festsaal der Freiheitshalle Hof

George Gershwins Besuch in Paris inspirierte ihn zu einem seiner schönsten Werke. „Es ist meine Absicht, die Eindrücke eines amerikanischen Reisenden wiederzugeben, der durch Paris schlendert, der auf den Straßenlärm hört und die französische Atmosphäre in sich aufnimmt.“ Ein Amerikaner in Paris verbindet Ragtime, Blues und Charleston auf einzigartige Weise mit der französischen Klangsprache, eine Verbindung, die das Publikum wenige Jahre zuvor schon an der Rhapsody in Blue begeistert hat.

1919 verließ Alexandre Tansman seine Heimat Polen und emigrierte nach Paris, wo er sich mit Maurice Ravel und – auf einer USA-Tournee sowie anschließend in Paris – mit George Gershwin anfreundete. Der französische Esprit und das unverwechselbare „amerikanische“ Kolorit fanden Einzug in Tansmans 3. Symphonie. Farbige Instrumentation, kombiniert mit den neuesten Kompositionstechniken und seiner großen Schöpfungskraft, formt die Symphonie concertante zu einem originellen Meisterwerk. Die deutsche Erstaufführung hat 2008 das entdeckungsfreudige Fauré Quartett, zu Gast beim 7. Symphoniekonzert der Hofer Symphoniker, gespielt.

„Das Fauré Quartett gehört zum Besten, was man derzeit hören kann“, urteilt Harald Eggebrecht, Süddeutsche Zeitung. Die vier Musiker Dirk Mommertz (Klavier), Erika Geldsetzer (Violine), Sascha Frömbling (Viola) und Konstantin Heidrich (Violoncello) gelten als eines der vielseitigsten Kammermusik-Ensembles von internationalem Rang, dessen interessante Programme hoch geschätzt werden. Neben zahlreichen Ehrungen und Preisen wurde das Quartett auch mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet.

Divertire (ital.) – unterhalten; der Titel Divertimento für Orchester wurde von Leonard Bernstein brillant umgesetzt. Bernstein gelang eine amüsante und raffinierte Komposition, die er 1980 dem Boston Symphony

Orchestra zum 100-jährigen Jubiläum widmete. Die acht Sätze mit Samba, Blues und Walzer sind kunstfertig verpackt, und mit viel Witz scheint sich der Komponist hier und da an Musik zu erinnern, die er kennen und lieben gelernt hat.

„Eine Art Apotheose auf den Wiener Walzer …, mit dem sich in meinem Geist die Vorstellung eines phantastischen und unentrinnbaren Wirbelns verbindet“, so beschrieb Maurice Ravel seine symphonische Dichtung La Valse. Anfangs zu Ehren Wiens und des Wiener Walzers gedacht, schrieb Ravel im Jahr 1920 unter dem Eindruck der Grausamkeiten des Ersten Weltkriegs einen Walzer, der nur als Apotheose im Angesicht der Zerstörung zu deuten ist. Impressionistische Klangfarben und verschobene Rhythmen ironisieren die einstige Walzerseligkeit und zeigen den Zerfall der alten Ordnung und den Zusammenbruch der Donaumonarchie.

Karten zu 35 €, 32 € und 29 € sind in der Geschäftsstelle der Hofer Symphoniker, Klosterstraße 9–11, 95028 Hof, Tel. 09281 7200-29 oder unter www.hofer-symphoniker.de erhältlich.

George Gershwin: Ein Amerikaner in Paris

Alexandre Tansman: Symphonie Nr. 3 (Symphonie concertante) für Violine, Viola, Violoncello, Klavier und Orchester

Leonard Bernstein: Divertimento für Orchester

Maurice Ravel: La Valse

Solisten: Fauré Quartett, Klavierquartett
 Dirk Mommertz, Klavier

Erika Geldsetzer, Violine

Sascha Frömbling, Viola

Konstantin Heidrich, Violoncello

Dirigent: Daniel Klajner

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