Labyrinthberg in Hof

Große Verdienste um den Theresienstein erwarb sich Johann Gottlob Thomas,der 1861 als Stadtbaurat berufen wurde. In seiner dienstlichen Eigenschaft und später auch als Vorsitzender des 1875 gegründeten Verschönerungsverein Hof e.V.war es sein besonderes Bemühen, die Anlage zu vergrößern und ihr außerdem auch zu Facon zu verhelfen. Für die angestrebten "kosmetischen Korrekturen" reichten die städtischen Mittel nicht aus, so daß aufgeschlossene Bürger und Firmen -Thomas war ein geschickter Bittsteller- durch Stiftungen einen enormen Beitrag leisteten. Spenden ermöglichten unter anderem auch, daß der Labyrinthberg aufgeforstet und dort auf der Höhe ein Aussichtsturm errichtet wurde. Man fühlt sich dort an eine mittelalterliche Burg erinnert, doch dieser Eindruck täuscht.

Die Ruine mit Basteirundbau und Söller ist künstlich angelegt. Dabei wurde der gotische Torbogen des 1743 abgebrannten Hofer Schlosses in dieses Bauwerk integriert. Im Hof dieser Ruine gab es noch vor etwa 30 Jahren eine Bewirtschaftung für die hungrig und durstig gewordenen Spaziergänger. Aber nur an den Wochenenden - und bei einigermaßen passablem Wetter. Aus hygienischen Gründen - es fehlen Toiletten - mußte die Bewirtschaftung eingestellt werden, und die Besucher seitdem auf die geliebten "Bradwerschd" und einige Schlucke des edlen Gerstensaftes verzichten. Es lohnt sich für den Besucher des Labyrinth-Berges, wenn er die 70 Stufen des 16 Meter hohen Turmes emporklettert, denn es bietet sich ihm ein herrlicher Ausblick auf Hof und sein landschaftlich reizvolles Umland. Bei guter Sicht reicht er sogar bis hinein ins Sächsische.

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