Bismarckturm in Hof

Bismarckturm

Die "Trutzige Wart"
Der Bismarckturm in Hof

Am 07. März 1900 wurde der "Verein zur Erbauung einer Bismarckgedenksäule in Hof e.V." gegründet. Die dreizehn Gründungsmitglieder dieses Vereines stammten aus dem Bürgertum (Pfarrer, Apotheker, Rechtsanwalt, Hofrat usw.). In den folgenden Jahren traten diesem Verein Mitglieder aus allen Bevölkerungsschichten bei.

Bezüglich des Turmstandortes konnte man sich lange Zeit nicht auf den geeigneten Standort einigen. Am 28. April 1910 wurde die Standortdiskussion durch eine Schenkung des Baugrundstückes auf dem Rosenbühl (597 Meter über NN) von Kommerzienrat Wilhelm Deininger beendet.

Der am 20.12.1910 eingereichte Entwurf "Trutzige Wart" der beauftragten Firma H. Stengel/P. Hofer aus München wurde vom Bismarckturmverein angenommen.

Baubeginn des Turmes mit achteckigem Grundriß war der 03. Juni 1914. Finanziert wurde der Bismarckturm insbesondere durch Spenden einiger Industriebetriebe in Hof.

Bei der Grundsteinlegung am 27.09.1914 wurde im Rahmen einer kleinen Feier von Pfarrer Philipp Nürnberger die Grundsteinurkunde verlesen, die dann im Grundbau eingemauert wurde.
Textauszug: "Es ist das Wort voll Geist und Leben, voll Mark und Kraft: Bismarck!"

Trotz Fertigstellung des Turmes im September 1915 erfolgte die Einweihung aufgrund des 1. Weltkrieges erst am 13.Mai 1921. Bei der Einweihungsfeier sprach Pfarrer P. Nürnberger eine Dankesrede auf Bismarck, dem er für "die Einigung der deutschen Stämme und die Errichtung des Deutschen Reiches" dankte.

"Der "Schlußstein des Turmes" wurde erst 1928 gelegt, als der noch bestehende Bismarckturmverein im Turm eine Bismarck-Büste aus Granit (Bildhauer Neuper/Weißenstadt) einweihte.

Der aus Granitquadern errichtete Turm mit achteckigem Grundriß steht auf einem dreistufigen Sockelbau. Auf diesem terassenartigen Sockelbau mit einer Seitenlänge von 13,5 m erhebt sicht der achteckige Turm mit einem Durchmesser von 7,2 m. In einer Höhe von 20 m befinden sich auf Vorbauten Austritte nach den vier Himmelsrichtungen.

Über dem Eingang ist der Name "BISMARCK" angebracht. Über eine Eisenbeton-Treppe mit 118 Stufen gelangt man zur Aussichtsplattform des Turmes.

Nach dem 2. Weltkrieg geriet der Turm bis 1964 in Vergessenheit. Die Feuerschale auf der Turmspitze wurde Ende Juni 1964 entfernt und durch ein Münzfernrohr ersetzt. 1995 erfolgte eine Generalsanierung des Turmes, die von der Kreis- und Stadtsparkasse Hof finanziert wurde. Der Bismarckturm ist heute ein markanter Aussichtspunkt, der eine gute Rundumsicht über die Stadt Hof an der Saale ermöglicht.

Öffnungszeiten
Derzeit ist das Bauwerk gesperrt und kann nur von außen besichtigt werden.

Vielen Dank für den Beitrag bei Jörg Bielefeld, Inhaber der Website Bismarktürme.de

Aussicht vom Bismarckturm
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